Klettertherapie = Therapeutisches Klettern = Klettern in der Psychotherapie

“Denken ist wundervoll,
aber noch wundervoller ist das Erlebnis”
(Oscar Wilde)

Seit Jahren baut die moderne Psychotherapie auf die verändernden Momente von Bewegung, Sport und Erleben. Das therapeutische Klettern ist darunter eine noch relativ junge Methode. Kaum eine andere Tätigkeit fordert dabei die gesamte Konzentration und Aufmerksamkeit so, wie das Klettern. Das unmittelbare Erleben, die Konfrontation mit den eigenen Ängsten und schließlich die Erkenntnis, den eigenen Handlungshorizont erweitert zu haben, erlauben es, ganz intuitiv Erfahrungen zu machen. Veränderungen bleiben so nicht länger abstrakte Größen, sie werden spür- und erlebbar.

In der Zwischenzeit gibt es einige Pilotprojekte und Untersuchungen, die die Wirksamkeit des therapeutischen Kletterns nachweisen. Dabei wurde die Effizienz der Maßnahme bei Klienten/innen mit diversen Ängsten, Sozialen PhobienDepressionen, Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom (ADS/ADHS), Schulphobien, Schulangst, u.a., untersucht.

Therapeutisches Klettern im Rahmen einer Therapie oder Psychotherapie ist jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Sport- oder alpinen Klettern. Die Klettertherapie folgt einem methodisch aufgebautem Konzept, dass die Klienten ganzheitlich anspricht: kognitiv, körperlich und emotional. Unser Team hat sich spezialisiert, das therapeutische Klettern im Rahmen der psychotherapeutischen Versorgung anzubieten. Wir arbeiten Rund um die Region Nürnberg, insbesondere im nördlichen Frankenjura.

“Steigst du nicht auf die Berge,
so siehst du auch nicht in die Ferne"

(Chinesisches Sprichwort)

Klettern ist Erleben mit allen Sinnesmodalitäten. Eigene Grenzen werden sichtbar; genauso gut ist es möglich, über eigene Grenzen hinaus zu gehen. Persönliche Herausforderungen und Ziele werden neu gesteckt. Das Erleben erfolgt unmittelbar, die Dichte an Sinnesreizen ist groß.
Diesem sehr individuellen Charakter des Kletterns steht die notwendige Gemeinschaft der Gruppe / Seilschaft gegenüber. Vertrauen in den/die Sicherungspartner/in, Verantwortung für den Menschen, dessen Leben ich sichere, Rücksicht auf die Kletterleistung des/der anderen, das sind nur einige der sozialen Kernkompetenzen, die durch das Klettern maßgeblich gefördert werden.

„Allen Sinnesperspektiven ist die Möglichkeit gemein, durch ihre Operationalisierung in konkrete Kletterhandlungen Selbstbewährung, Erfolg, Wohlbefinden, Geselligkeit, Unterhaltung, Risiko, Wagnis, Ästhetik, Überraschung u. v. a. m. hervorzurufen und somit Lebensqualität und  Handlungskompetenz herzustellen“
(Winter 2004, S.19)

Klettern fördert somit physische, wie auch psychische Ressourcen:

Unser Angebot des Therapeutischen Kletterns ziehlt in erster Linie auf die Region rund um das nördliche Frankenjura, Nürnberg und Umgebung. Aber auch in anderen Regionen können wir auf Nachfrage tätig werden.